Wie Kater Zorbas der kleinen Möwe das Fliegen beibrachte | Luis Sepúlveda

 


Titel: Wie Kater Zorbas der kleinen Möwe das Fliegen beibrachte
Autor: Luis Sepúlveda
Verlag:  FISCHER KJB; Auflage: 5 (1. Dezember 2009)
Sprache: Deutsch
 

Reihe: 1. Wie Kater Zorbas der kleinen Möwe das Fliegen beibrachte
2. Wie der Kater und die Maus trotzdem Freunde wurden

ISBN: 978-3596809196
Seitenanzahl:  Seiten
Format: Taschenbuch
Freunde / Versprechen / Erwachsen werden / Freiheit





Die beste Mami der Welt!
Der gutmütige Kater Zorbas gibt einer sterbenden Möwe das Versprechen, ihr Ei auszubrüten, das Möwenküken großzuziehen und ihm das Fliegen beizubringen. Allein würde Kater Zorbas das nie schaffen. Aber seine Freunde, die Hamburger Hafenkatzen, stehen ihm mit Rat und Tat zur Seite. Die kleine Möwe schlüpft und wächst und gedeiht. Nur das Fliegenlernen will nicht so richtig klappen... 





Für mich ist dieses Buch eine wunderschöne Kindheitserinnerung! 
Ich weiß nicht, wie oft meine Eltern mir das vorgelesen haben :D Der Schreibstil st sehr schön und auch leicht zu lesen, die Story ist wunderschön. Freundschaft kann eben auch Grenzen überschreiten: Katzen und Vögel und im Folgeteil auch Katzen und Mäuse. Das ist denke ich auch eine sehr wichtige Message und daher ist das Buch natürlich sehr gut für Kinder geeignet. Aber manchmal lese ich es einfach wieder, weil ich wieder mal Lust auf eine schöne kleine Geschichte habe :) Das ist ein weiterer Pluspunkt am Buch, es wird nicht unnötigerweise in die Länge gezogen, sondern ist sehr kurzweilig. Es sind (für mich höchst emotionalen Menschen jedenfalls) auch ein paar sehr emotionale Momente dabei, deswegen ist es auch sehr sehr schön :) Der Humor kommt auch nicht zu kurz, vorallem sorgen dafür die Hafenkatzen :D Für mich eine eindeutige Empfehlung!


Cover:          ♥ ♥ ♥ ♥
Schreibstil:   ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Story:           ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Charaktere:   ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Gefühle:        ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Humor:         ♥ ♥ ♥ ♥








♥ ♥ ♥ ♥ ♥
5/5 

Ein wunderbares Buch über Freundschaft 
und bestimmt für jedes Patenkind eine nette Idee ;)

Selection - Der Erwählte | Kiera Cass

 
Titel: Der Erwählte
Autor: Kiera Cass

Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 5 (19. Februar 2015)  
Reihe:   1. Selection 2. Selection - Die Elite 3. Selection - Der Erwählte Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3737364980

Seitenanzahl: 384 Seiten
Format: Hardcover

Preis: 16,99€

Bestellen: *hier*
                                                              

»Sie mich an, America. [...] Brich mir das Herz. Brich es mir tausendmal, wenn du willst. Es gehört dir.«
 




Liebe / Krone / Monarchie / Freundschaft



35 perfekte Mädchen waren angetreten. Nun geht das Casting in die letzte Runde: Vier Mädchen träumen von der Krone Illeás und einer Märchenhochzeit. America ist noch immer die Favoritin des Prinzen, doch auch ihre Jugendliebe Aspen umwirbt sie heftig. Sie zögert, denn sie liebt beide. Doch jetzt ist der Moment der Entscheidung gekommen: America hat ihr Herz vergeben, mit allen Konsequenzen. Komme, was wolle …




Leute… LEUTE! Dieses. Cover. Mal ganz ehrlich. Ist es nicht einfach wunderschööön? Unglaublich! Selten gab es in meiner Bewertung einen Extrapunkt fürs Cover.  (P.S.: Wie gerne hätte ich auch mal dieses Kleid an *hach*) Egal. Weiter geht’s. Ich habe dieses Buch so herbeigesehnt, dass ich es auf Englisch gelesen habe, statt auf das Deutsche zu warten. Der Einstieg war ganz leicht, denn irgendwie war alles noch präsent :D Es beginnt genau am Ende des zweiten Teils (dieser elende Kliffhänger) und man ist sofort mittendrin! Den Schreibstil fand ich auf Englisch sogar besser als auf Deutsch. Nicht, dass er im Deutschen schlecht ist, aber man merkt, dass die Autorin nun mal genau die Worte wählt die passen und deren Sinn bei der Übersetzung manchmal vielleicht ein bisschen verloren gehen. Von der Story her war das auf jeden Fall mein Lieblingsteil! Es war richtig spannend und abwechslungsreich und ich habe es verschlungen! Da nun nur noch vier Mädchen dabei sind, hat die Autorin einfach mehr Möglichkeiten auf die Einzelnen Mädchen einzugehen und so kommt man den Figuren näher und kann sie, wenn ich das so sagen darf, besser verstehen und kann sich ein bisschen in sie hineinversetzen. Auch Maxon und Aspen entwickeln sich, was ich parallel zu den Mädchen sehr gut fand. Auch wenn ich Aspen immer noch nicht leiden kann. Spannend war es dieses Mal mehr als in den vorherigen Teilen, was mir ebenfalls gut gefallen hat. Gefühle waren dabei, vor allem am Ende, das sich ganz nach meinen Vorstellungen und Wünschen gestaltet hat. Bis auf einige Ausnahmen (#Verstorbene). Ich bin gespannt wie es weitergeht, denn die Reihe ist ja noch nicht zu Ende! Hier und da gab es ein paar kleine Schwachstellen und für mich gibt es einfach zu viele Parallelen zu der Panem Reihe (Rebellen, Kasten / Distrikte, … ) aber ansonsten ist es ein glorreiches Ende für die Castingreihe mit Maxon als Bachelor (xD Verzeihung.) Ich freue mich schon auf die neue Show „Die Bachelorette alias die Kronprinzessin“! Mein Gott bin ich heute wieder witzig :D



Cover:           ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ +


Schreibstil:    ♥ ♥ ♥ ♥

Story:            ♥ ♥ ♥ ♥                                        

Charaktere:   ♥ ♥ ♥ ♥

Spannung:     ♥ ♥ ♥ ♥   
Gefühle:        ♥ ♥ ♥ ♥ 
  



♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 4,5/5

Ein krönender Abschluss der Reihe, der eindeutig empfehlenswert ist. Je öfter ich es lese, desto besser gefällt es mir :)

Die Geschichtenerzählerin #2




Das Gänseblümchen


In einem Garten standen viele Blumen.
Eines Tages wollten sie herausfinden,
wer am Wichtigsten von ihnen war.

Da sagte die Rose:
“Ich bin ein Zeichen für Liebe!“

Daraufhin meinte das Vergissmeinnicht:
“Ich helfe den Menschen, andere nicht zu vergessen.“

Da meinte die Lilie:
“Mich legt man als letzten Gruß aufs Grab,
weil ich die Edelste von euch allen bin!“

So ging es noch tagelang weiter, bis jede Blume gesagt hatte,
 was sie besonders macht.

Als letztes sprach das Gänseblümchen: “Mich pflückt man,
wenn man wissen will, ob man jemandem eine Rose als
Zeichen der Liebe schenken soll.
Aus mir macht man Blumenketten für andere Menschen,
die etwas Besonderes sind und die man nie vergessen will.
Mich muss man nicht extra pflanzen,
weil ich nicht die Edelste Blume von allen bin.
Mich gibt es überall.  Ich bin immer da, wenn man mich braucht.“

Da schwiegen die anderen Blumen.
Die großen, die kleinen, die bunten und die weißen.
Und für einen kleinen Moment wünschten sich alle
 ein Gänseblümchen zu sein.

Neue Neujahr's Autoren #8 - Mila Brenner

Hallo liebe Leser! Nun ist es vorbei unser schönes Beisammensein... :( Nein nicht ganz :D Nur die Aktion NEUE NEUJAHR'S AUTOREN geht zu Ende.

Ich bedanke mich hier nochmal bei allen, die mitgemacht haben und ich hoffe ihr habt fleißig mitgelesen!!
Ich wünsche euch nun viel Spaß beim letzten Interview!
Bis bald :)


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Wann hast du angefangen zu schreiben?  
Mit dem Schreiben angefangen habe ich schon ganz früh. Bereits mit 13 war ich begeistert davon mir Geschichten auszudenken. Damals habe ich zuerst alles mit der Hand und später dann mit einer Schreibmaschine festgehalten. Mit 16 bekam ich meinen ersten Computer und von da an gab es eigentlich kein Halten mehr. Mit der Absicht oder vielmehr der Möglichkeit ein Buch zu schreiben und das auch zu veröffentlichen, habe ich mich allerdings erst vor fünf Jahren beschäftigt. Dabei habe ich dann einen überhasteten Selbstversuch gestartet mit den damals noch sehr begrenzten Möglichkeiten eines Self Publishers. Im Februar diesen Jahres bin ich das ganze noch mal ernsthaft, mit mehr Ruhe und Professionalität angegangen und habe meinen Roman „Märchenzauber“ veröffentlicht, der dann über die Neobooks Plattform von „Feelings“ dem Droemer Knaur eBook Label entdeckt wurde und dort im Oktober 2015 noch mal in einer Neuauflage als eBook und als Printausgabe erschienen ist. Die Fortsetzungen, der in sich abgeschlossenen Bände, kommt am 20.01.2016. Der dritte Band dann im März.

  
Was begeistert dich am Schreiben? 
 Mich begeistert es Charaktere zu erschaffen, zu sehen wie sie lebendig werden, wie sie sich entwickeln und was passiert, wenn ihnen bestimmte Dinge widerfahren, sie auf bestimmte Menschen treffen usw. Außerdem liebe ich es natürlich mich mit neuen Welten zu beschäftigen. Das kann ein Beruf sein, eine Stadt, ein Sport, aber natürlich auch Magiekomponenten oder gar eine ganz eigenständig ausgedachte Welt.



 Gibt es einen Lieblingssatz den du geschrieben hast? Und warum gefällt er dir so gut?
Einen Lieblingssatz auszuwählen ist gar nicht so leicht. Ich habe in diesem Jahr 4 Bücher geschrieben und natürlich arbeitet man so lange an den Manuskripten bis man wirklich zufrieden ist. Aber es gibt einen Satz – nein es sind zwei – die mich damals beim Schreiben und heute beim Lesen immer wieder sehr berühren. „Vielleicht war das der eigentliche Abgrund, der jetzt verschwunden war, als wir uns sahen, ohne dabei einander in die Augen schauen zu müssen.  Wir sahen uns, wie wir es vom ersten Augenblick an getan hatten, in einem Raum mit dreißig tanzenden Studenten, und die Welt blieb stehen, als gäbe es nur uns zwei.“
Ein Zitat aus meinem am 20. Januar erscheinenden Buch: „Amazing Grace“ 



Sein erstes Buch veröffentlichen - was ist das für ein Gefühl? Ging irgendwas schief oder lief alles "normal"?

 Es ist wirklich ein ganz schwer zu beschreibendes Gefühl. So ein wenig so, wie eine Achterbahnfahrt. Zuerst ist man die ganze Zeit nur aufgeregt und total hysterisch, weil es am Ende noch so viel gibt, was man beachten muss, woran man denken muss und was man auf keinen Fall vergessen darf. Dann spielt die Technik meistens genau an dem Tag verrückt und spätestens dann kommt der Stress dazu. Wenn man den überwunden hat und endlich alles bereit ist, trifft einen die Vorfreude. Und die kostet man meistens solange aus, bis man das fertige Produkt in den Händen hält und realisiert, dass jetzt wirklich ganz viele Menschen (hoffentlich viele, viele Menschen) das selbstgeschriebene Buch lesen, sich eine eigene Meinung bilden und es lieben werden (juhu) oder eben nicht. Und dann löst sich die Vorfreude für einen Moment in ängstlicher Nervosität und Selbstzweifel auf. Die flachen zum Glück durch liebe Menschen um einen herum ab und tauchen dann nur ab und an immer wieder auf. Ich glaube das gehört zum „Mensch sein“ dazu. Aber im Grunde überwiegen immer die Freude und das Glück. Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl.



 Wie würdest du deinen Schreibstil/ dein Genre beschreiben? Gibt es ein Lieblingsgenre für dich (Thriller, Romantik, Fantasy,…) oder passt du das der jeweiligen Geschichte an?
 Was den Beruf angeht, kann ich das mit ja beantworten. Ich wollte immer Schreiben und habe dann, wie die meisten Autoren, erst einmal etwas „Vernünftiges“ gelernt. Danach habe ich geheiratet und zwei süße Kinder bekommen, die jetzt 2 und 5 sind. Und das ich mir dieses Jahr endlich den Wunsch erfüllen konnte, meine Bücher zu veröffentlichen und dann gleich mit dem Glück in einem so tollen Verlag zu landen, fühlt sich manchen Tag immer noch wie ein Traum an. Aber einen anderen Berufswunsch hatte ich eigentlich nie und habe ich im Moment auch ganz sicher nicht.

  

Ist Autor/-in dein Berufsziel oder gibt es noch andere Ziele?  
 Ich schreibe schon sehr gerne im romantischen Bereich. Ganz klar. Die „Boulder Lovestories“ die bei Feelings erscheinen, sind ganz klar Liebesromane, wie der Reihentitel schon verrät. Darunter befinden sich Romane für Frauen mitte zwanzig und älter und auch Romane für die jungen Erwachsenen ab 17,18. Das sogenannte „Young Adult“ oder „New Adult“ Genre.

Aber auch in meinem selbstverlegten Romanreihe: „Talamadre“ geht es romantisch zu. Romantische Urban Fantasy. Was ich nicht schreibe, weil ich es selbst auch nicht lese und da sicher nicht talentiert wäre, sind Thriller. Da bleibe ich lieber bei der Liebe.



Gibt es vielleicht schon einen kleinen Hinweis zu deinem Buch? ;)
 Im Januar starte ich mit dem 4 Band der Boulder Lovestories. Auch der spielt wieder in Boulder. Man lernt „Eden“ besser kennen, eine Nebenfigur die im zweiten Band „Amazing Grace“ bereits am Rande der Geschichte auftaucht. Außerdem gibt es einen neuen Schauplatz mit zentraler Rolle und das ist der Buchladen, der Eden und ihrer besten Freunden „Sephie“ gehört. Mehr kann und will ich aber noch nicht verraten. Außerdem werde ich zeitnah (eine nette Umschreibung für parallel) an der Fortsetzung der Talamadre Reihe arbeiten. Denn auch da soll bis zum Sommer 2016 Band 2 erscheinen.



 Hast du einen Tipp für alle die auch ein Buch schreiben wollen? Eine Motivation oder sogar eine Warnung ? :D
 Lasst euch durch nichts und niemanden davon abbringen, eure Träume zu verfolgen und versucht sie zu verwirklichen, wenn ihr die Chance bekommt. Das ist ein Tipp, der nicht nur fürs Schreiben zählt. Ein Tipp für Autoren: Niemals neidisch sein auf seine Kollegen. Neid und Missgunst vermiesen einen bloß die Freude am eigenen Schreiben und Projekten. Fragt um Hilfe, scheut nicht den Kontakt, freut euch über eure Bücher, schreibt, was ihr schreiben wollt und im Herzen tragt und ärgert euch nicht, wenn es nicht jedem gefällt, denn wir alle sind unterschiedlich und ein Buch kann niemals ALLEN gefallen. Euer Buch muss nur in den Händen des richtigen Lesers landen, um geliebt zu werden.
 

Neue Neujahr's Autoren #7 - Jonathan Löffelbein

Hallo liebe Leser! Die Aktion neigt sich dem Ende zu und heute habe ich wieder ein Interview für euch! Dieses Mal mit Jonathan! Vielleicht kennt ihr ihn noch aus früheren Posts :)
Ich habe ihn mal wieder verpflichtet mitzumachen und deshalb viel Spaß beim Lesen!!


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Wann hast du angefangen zu schreiben?  

Plus Minus mit 16 Jahren. Und das, wie es sich für die Generation Y (oder wie auch immer man das nennt) gehört, aus Langeweile. Ich war schon früh vom Theater und den Geschichten, die auf Bühnen erzählt werden, begeistert. Als ich eine langwierige Verletzung hatte, die mir jegliches herumstreunen und -springen unmöglich machte und das Internet mir nach Wochen langweilig erschien, versuchte ich selbst solche Geschichten erschaffen.

 Was begeistert dich am Schreiben? 


Für mich persönlich sind das drei Aspekte. Erstens das Erschaffen einer eigenen kleinen Welt mit eigenen kleinen Menschen und eigenen kleinen Gesetzen. Da lässt sich der eigene Gotteskomplex schön ausleben. Zweitens das Experimentieren. Für mich sind Geschichten letztendlich Gedankenexperimente: Man stellt seine Parameter wie Charaktere und Umwelt auf und schaut, was geschieht. Oder man weiß, wie alles enden soll und versucht herauszufinden, was passieren muss, damit aus A plötzlich B wird.  Drittens ist es die persönliche Auseinandersetzung mit Themen, die einen beschäftigen, seien die nun rein individuell oder gesellschaftlich.

 Gibt es einen Lieblingssatz den du geschrieben hast? Und warum gefällt er dir so gut?

Dreist wie ich bin verweise ich da auf den ersten Satz meines Buches “Besucher”, der mir in der Tat sehr gut gefällt. “Es war ein friedlicher Morgen, als Thomas beschloss sich umzubringen.” Mir gefällt daran die Spannung zwischen dem friedlichen Morgen und dem geplanten Suizid (außerdem wird die Opposition von Morgen und Selbstmord durch die Vokale betont, die sich wie an einer Spiegelachse gegenüberstehen: i - o - o - o - i; Gott, ich klinge wie ein Germanist… Aber was soll man denn machen, wenn man das auch studiert?) Dadurch werden gleich mehrere Fragen eröffnet. Warum will sich Thomas umbringen? Welche Erzählperspektive impliziert dieser Satz, wenn es ein friedlicher Morgen ist, aber Thomas beschließt sich umzubringen? Gibt es eine Kausalität zwischen dem friedlichem Morgen und dem Selbstmordplan? Etc. 

Sein erstes Buch veröffentlichen - was ist das für ein Gefühl? Ging irgendwas schief oder lief alles "normal"?

Das ist natürlich ein völlig abgefahrenes Gefühl. Man sieht seinen Namen auf den Buchdeckel gedruckt und denkt sich: Ja, Shit! Und dann hofft man natürlich, dass es auch ein paar Leuten gefällt. Es ist auf jeden Fall ein Traum in Erfüllung gegangen. Trotzdem gab es natürlich Schwierigkeiten. Allein die Verlagssuche ist ja so ziemlich immer scheiße. Die meisten Verlage schreiben nichts zurück oder meinen, was man schreibt ist nichts Neues, oder sie finden es sehr gut, trauen sich aber nicht einen Debütroman zu veröffentlichen (alles Rückmeldungen die ich so auch bekommen habe). Als ich dann die Zusage vom kladdebuchverlag hatte, war aber natürlich auch nicht alles so einfach. Da sich der Verlag über Crowdfunding finanziert, hatte ich plötzlich zwei Monate einen neuen Vollzeitjob: das Geld für die Druckkosten zu sammeln. Das war alles ziemlich aufreiben und anstrengend, hat ja aber zum Glück funktioniert. In diesen zwei Monaten litt die Uni und alles andere sehr stark.


 Wie würdest du deinen Schreibstil/ dein Genre beschreiben? Gibt es ein Lieblingsgenre für dich (Thriller, Romantik, Fantasy,…) oder passt du das der jeweiligen Geschichte an?
Das, muss ich zugeben, finde ich schwierig (weil ich auch nicht unbedingt gerne über mein Schreiben rede. Der Pöbel soll das lesen und sich daran erfreuen! Nicht mich danach fragen… Ich weiß es doch auch nicht!). Ich experimentiere gerne was die Schreibstile betrifft, wodurch es eher in Richtung Anpassung zur jeweiligen Geschichte geht. Mal versuche ich Klänge auszuschreiben, mal setze ich auf Schachtelsätze, mal auf sehr reduzierte und einfache Sprache. Was aber alle meine Geschichten verbindet, ist ein gewisser Grad von Phantastik. Das kann bis ins kafkaeske reinreichen, absurder Humor sein oder auch bloß ungewöhnliche Handlungsabläufe. Geschichten sollen besonders und ungewöhnlich sein. Häufig sind es auch sehr kaputte Protagonisten, die mit diesem Phantastischen oder Besonderem konfrontiert werden und sich anhand von abstrusen Szenen dem Abgrund nähern. Trotzdem ist auch immer eine Portion Augenzwinkern dabei.
 Ist Autor/-in dein Berufsziel oder gibt es noch andere Ziele? 

Sollte es tatsächlich klappen, dann: ja. Aaaaaber. Ich bin zu sehr Realist, um zu glauben, dass das funktionieren wird. Außerdem schreibe ich mit meinen Texten nicht unbedingt für die Masse. Auf jeden Fall wird aber weiter geschrieben. Mehrere Standbeine zu haben halte ich für realistisch. Über das Schreiben und  diverse Auftritt (schauspielerischer oder vortragender Natur) Geld zu verdienen, wäre mein Ideal. Schreiben soll auf jeden Fall Teil meines Berufes sein. Obwohl das, wenn ich gerade nochmal darüber nachdenke, auch nicht unbedingt das Realistischste ist. Aber was will man machen... 

Gibt es vielleicht schon einen kleinen Hinweis zu deinem Buch? ;)

Na klar! Man muss ja schreiben. Zur Zeit an mehreren Sachen. Die erste Version des zweiten Buches befindet sich in der Endphase und daneben liegen zwei Dramen, die noch abgeschlossen werden wollen. Nebenher ein wenig Lyrik und Poetry Slam-Texte. Als nächstes wird ein Drama von mir, das auf einem Literaturfestival den zweiten Platz gemacht hat (es heißt “Der letzte Satz”) im kladdebuchverlag erscheinen und auch für das dritte Buch gibt’s schon eine Grundidee. Aber egal, zurück zum zweiten Buch. Was ich verraten will, ist soviel: Es geht um einen Dummschätzer und Taugenichts, der ziellos umherflaniert und schließlich in eine grausige Geschichte verstrickt wird. Arbeitstitel ist momentan “Wanderer”.

 Hast du einen Tipp für alle die auch ein Buch schreiben wollen? Eine Motivation oder sogar eine Warnung ? :D
1) Wer schreiben will, muss lesen. Allein schon von der Machart. Damit man lernt und versteht, wie in Texten Spannung oder Humor erzeugt werden kann.

2) Man braucht vor allem Durchhaltevermögen. Die Geschichte ist schnell im Kopf entstanden. Es braucht aber Fleiß, sich auf den Allerwertesten zu setzen und es einfach zu machen. Am besten sich jeden Tag mindestens eine Stunde nur fürs Schreiben zeitnehmen. Dann kommt man Schritt für Schritt voran.

3) Ein wundervolles Klischee: Wenn einem etwas ein- oder auffällt (eine abgefahrene Person auf der Straße vielleicht), dann sollte man das notieren. Sonst vergisst man das und das ist dann doof.

Und Warnung: Die meisten Leute werden das, was man geschrieben hat, als Autobiographie lesen. Selbst wenn 70% autobiographisch und 30% frei erfunden ist. Oder andersrum. Wie auch immer. Lass die Leute reden.