MAY BEE | Tomas Maidan




Titel: MAY BEE
Autor: Tomas Maidan
Verlag: self publisher
Sprache: Deutsch
Seitenanzahl: 300 Seiten
Format: ebook
Preis: 9,99€ / 1,49€
 





 

»Guck mal, Tuh, ist der nicht hübsch?« 
Sie versuchte, den Orden Tuh ans Hemd zu heften. 
»Was ist? Hast Du keine Lust, Nachfolgerin des ruhmreichen Frederick Bolaire zu werden? Unseres geliebten Großkonsuls? Sein Ruhm und seine Dicklichkeit, in Ewigkeit. Amen.«


 »Jo, was tust du da? Wir sind die Helden der Nation, und du ...bastelst hier?«
 

 
Wer rettet May aus der Honig-Hölle?
Jungkommissarin May bekommt die saure Gurke unter den verzwickten Fällen: Sie muss Konsul Bolaire finden, einen korrupten Widerling, der auf einem gewissen Schloss Taubenschlag verschwunden ist. Man sagt, dort draußen würde eine Drogenbaronin ihre letzten Pillen an die Bienen verfüttern. Mysteriös.

Entnervt von Bürokratie und Beamtenmief bricht May einzig mit ihrer Freundin Tuh auf; einer durchgeknallten Kioskbesitzerin, die mit bengalischen Experimenten und der Laune einer wandelnden Zitrone dafür sorgt, dass der Fall zum bunten Trip wird. Hinter Mauern aus Honig - zwischen bösen Bienen und magischen Pilzen - entdecken die beiden Entsetzliches. Zum Glück lernt May den schüchternen Jo kennen, der so romantisch die Krümel der Butter-Hörnchen wegwischen kann. Wird es den Drei gelingen, die Honig-Hölle zu versalzen?

MAY BEE erzählt von zwei ungewöhnlichen Frauen und der Magie des Ausreißens. In einer Welt voller Bullen machen May und Tuh die Fliege - und entdecken, dass man auch im Alleingang die Richtigen retten kann. Kafkaeskes Pop-Abenteuer mit schrägen Bienen.

Also wir fangen mit dem an, das man als erstes sieht: Das Cover.
Ich muss sagen, dass mir das Cover wirklich wahnsinnig gut gefällt. Gerade die Wirkung der Farben und das geschwungene von den Waben hat eine etwas hypnotisierende Wirkung. Oder nicht? :D Ich kann nicht grade lange draufschauen. Aber es ist wirklich super gewählt! Im Allgemeinen hat mir das Buch gut gefallen. Die Handlung war gut durchdacht und war auch gut umgesetzt. Hier und da waren ein paar Dinge nicht ganz stimmig (meiner Meinung nach), aber ich fand, dass das im Gesamtbild nicht sonderlich gestört hat. Ein richtiges Genre kann man dem Buch gar nicht zuteilen, denn es ist teilweise ein Fantasy Roman, eine Komödie und ein Krimi. Es ist - wie das Cover - ziemlich bunt :) Deshalb muss man sich bevor man das Buch liest im Klaren darüber sein, dass man wahrscheinlich von allem ein wenig bekommt. Es ist kein Buch für jedermann, aber eine gute Wahl für Kenner. May soll sich eigentlich ein Ermittlungsteam zusammenstellen, brennt dann aber mit ihrer Freundin Thu einfach durch und versucht den Fall des Großkonsuls auf eigene Faust zu lösen. Ob das so eine gute Idee war fragen sich bestimmt auch die Charaktere als sie sich mit
einer verrückten Drogenbaronin und noch so ein paar besonderen Freunden herumschlagen müssen. Jeder Charakter hatte seine Eigenschaften und Besonderheiten, aber sowohl bei May als auch bei Thu konnte man eine Entwicklung feststellen. Das fand ich sehr schön gemacht, denn ich finde es immer wichtig, dass durch die Geschichte etwas mit den Charakteren passiert. May war mir vom ersten Moment an sympathisch - ein bisschen verplant und chaotisch, aber eben liebenswert. Thu fand ich am Anfang schrecklich. Sie hat mich mit ihrer Art und ihrem Auftreten nur genervt, aber im Laufe der Geschichte habe ich ihre Art lieben gelernt. Sie ist so witzig xD Ein paar Sprüche sollte man sich wirklich merken. Das ganze Buch ist etwas skurril und sehr witzig, wozu der lockerflockige Schreibstil auf jeden Fall beiträgt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich leicht lesen, manchmal gibt es aber ein paar Stellen die etwas langatmig sind und die auch in gekürzter Fassung gereicht hätten. Manchmal waren einfach ein paar Sprüche dabei, die mich zerissen haben. (Zum Beispiel der mit dem basteln von oben). Es wird natürlich auch viel gemotzt und mit Schimpfworten um sich geworfen, aber ich finde es ist nicht übertrieben, sonder passt zu der Grundlage des Buches und der Einstellung der Charaktere. Sprich es ist okay wenn Thu alles rauslässt :D Das Ende war für mich zu einfach, was die Liebesgeschichte angeht. Für mich hat man nicht genug davon mitbekommen und das fand ich eigentlich sehr schade, da diese ein bisschen untergegangen ist. Auch die Katergeschichte war sehr einfach gelöst. Ich hatte erwartet, dass der Kater eine größere Rolle im Gesamtbild der Story spielt. Aber man kann nicht alles haben.

Ach ja: Und zum Schluss möchte ich noch sagen:
Und ich dachte immer Wespen sind aggressiv.
 

Cover:          ♥ ♥ ♥ ♥
Schreibstil:   ♥ ♥ ♥ ♥
Story:           ♥ ♥ ♥
Charaktere:   ♥ ♥ ♥
Humor:         ♥ ♥ ♥ ♥







♥ ♥ ♥ ♥
4/5 

Ein total unterhaltsamer und leckerer Roman!

Half Broke Horses | Jeanette Walls



Titel: Half Broke Horses
Autor: Jeanette Walls
Verlag: Klett (11. Februar 2013)
Reihe:  
1. Half Broke Horses
2. The Glass Castle
Sprache: Englisch
ISBN: 978-3125798885
Seitenanzahl: 350 Seiten
Format:Taschenbuch
Preis: 8,50€

                                                              
 

 Erwachsen werden / Familie / Freune / Natur / Pferde / Fortschritt
 

Half Broke Horses ist der im Stil einer Autobiografie geschriebene Bericht über das Leben von Lily Casey Smith, der Großmutter der Autorin. Lily Casey Smith wurde 1901 in einem dugout, einem in die Erde gegrabenen Wohnraum, in der baumlosen Steppenlandschaft des westlichen Texas geboren. Ihr ganzes Leben war geprägt vom Geist der frontier - gumption und can do waren Schlüsselwörter im Leben dieser ungewöhnlichen und exzentrischen Frau. Bereits als Kind ritt sie Pferde zu, wurde mit 15 Jahren Lehrerin in einer Dorfschule in Arizona, lernte Autofahren und Fliegen, managte zusammen mit ihrem Mann eine Ranch ... Ein wahrhaft außergewöhnliches Leben und eine fesselnde Geschichte! Da die Autorin extrapolieren, ergänzen und gelegentlich mutmaßen musste, wählte sie die Genrebezeichnung true-life novel. Das Zusatzmaterial im Anhang der Lektüre befasst sich mit diversen Aspekten des Romans, u.a. mit Homesteading, den Mormonen und der legendären Route 66.

 
 Was soll ich sagen... wir mussten diese Lektüre für den Englischunterricht lesen. Das Cover ist ein Orginalbild, aber ja.. okay. Der Schreibstil ist an manchen Stellen ganz okay, aber meist einfach nur langweilig und trocken. Das Hauptproblem des Buches ist jedoch die Story. Es ist einfach keine Geschichte die es wert ist erzählt zu werden. Lily ist die Großmutter der Autorin und diese erzählt ihre Geschichte nach. Lily lebt nun mal ihr Leben und will immer unterrichten. Aber es passiert einfach nichts atemberaubendes in ihrem Leben. Das schlimme finde ich auch, dass Lily der Meinung ist sie hätte in ihrem Leben immer alles richtig gemacht und ist immer sehr überzeugt von sich. Das nervt. Vorallem als sie ihrer Tochter Rosemary ihr Verhalten eintrichtern will, obwohl Rosemary ein ganz anderer Mensch ist als sie. Aber das will sie nicht aktzeptieren. Stattdessen schlägt sie sie halt, wenn sie nicht gehorcht. Tschuldigung. Ein wahnsinns Vorbild.
Die Charaktere sind auch nicht gut. Klar, es ist ein "True Story" Roman, aber Lily nervt mich von anfang an. Mit ihrem "sei Stark" / "Lerne aus deinen Fehlern" / "Wenn Gott eine Tür schließt, öffnet er ein Fenster" (was soll das bitte?!). Und so weiter. Ich kann mir das alles gut merken. Musste es ja im Abi runterrattern. Spannend war es keine Sekunde und auch die integrierten Liebesgeschichten waren kein Highlight. Witzig war es auch nicht. Kurzum ein schlimmer Vertreter der Schullektüren.

Cover:           ♥ ♥
Schreibstil:    ♥ ♥
Story:                                                  
Charaktere:  
Spannung:    
Gefühle:       
Humor:          ♥    


1/5
Eine Lektüre die sich ins unermessliche zieht 
und eine Geschichte die es nicht wert ist erzählt zu werden.