Ist Lesen ein Fremdwort?

Gibt man das Wort „Lesen“ in Google ein, findet man folgende Definition:




Lesen im engeren Sinn bedeutet, schriftlich niedergelegte, sprachlich formulierte Gedanken aufzunehmen und zu verstehen. Das Lesen eines Textes ist ein durch Übung und Kenntnisse des Lesers bestimmter heuristischer, kognitiver Vorgang.



Sucht man es im Duden stößt man auf folgende Erklärung:



Etwas Geschriebenes, einen Text mit den Augen und dem Verstand erfassen.“



Aber was bedeutet Lesen für mich selbst?
Diese Frage möchte ich in diesem Monat ein bisschen hinterfragen.


Für mich selbst ist lesen etwas Tolles. Wenn man das Talent hat Bücher zu schreiben, die jemanden fesseln, ist das für mich eins der größten Talente die es gibt.

Beim Lesen kann man den Alltag mal hinter sich lassen und in eine Welt eintauchen, in der man gerne sein würde. Man kann neue Freunde kennenlernen und man kann sich auch mal „fallen lassen“. Oft denke ich, nachdem ich ein Buch beendet habe, welcher Charakter ich wohl gewesen wäre. Ich fange an Gemeinsamkeiten zu suchen. Und die finde ich dann auch meistens.
Viele lesen gerne. Vielleicht, weil man in Erinnerungen schwelgen will, weil man alles um sich herum vergessen kann oder aus dem ganz banalen Grund, dass der Ehemann die Fernbedienung nicht rausrücken will. 

Aber warum lesen wir heute überhaupt  noch? 
Wo Radio, Fernsehen und Telefon doch sehr gut ohne das geschriebene Wort funktionieren? 

Ein großer Teil der Informationen, die wir aufnehmen und verarbeiten, basiert auf Geschriebenem. Vergleicht man den Alltag in der heutigen Gesellschaft mit dem ländlichen Leben vor etwa 100 Jahren, ist es offensichtlich, dass wir heute viel mehr Lesesituationen als je zuvor bewältigen.  
Ob in der Zeitung, im Internet, in der Schule oder auf Werbeplakaten.
Obwohl Radio, Fernsehen und Telefon für Unterhaltung und Information, sowie den Kontakt zu anderen Menschen völlig alltäglich geworden sind, ersetzen sie doch nicht die Notwendigkeit des Lesens – erst recht nicht, wenn man bedenkt, dass Kommunikation und Informationsaustausch, etwa über das Internet, zum Großteil textbasiert ablaufen. 
Wer könnte heute in der Schule schon ohne die 21 Seiten Text auf Wikipedia eine GFS halten?

Dass Lesen so wichtig ist, zeigt nicht nur die jährliche Buchmesse, sondern bereits der Blick in den eigenen Briefkasten, in dem sich Prospekte und Briefe sammeln. Schon lange erreichen die amtlichen Bekanntmachungen die Bürger nicht mehr über die Ausrufer auf dem Marktplatz, sie erfolgen als Brief oder in Mitteilungsblättern. Wenn es keine Texte mehr geben würde, würden wir unser Kreuz bei der Wahl in einem Kästchen machen und nicht mal wissen, was wir da eigentlich gerade verbrechen.





»Lesen macht glücklich, weil es uns sagt, wer wir sind.«  Darüber hinaus macht es uns klug und selbstbewusst, entführt uns in andere Welten und beflügelt unsere Fantasie. 


    -Aus „WARUM LESEN GLÜCKLICH MACHT“ von Stefan Bollmann





Laut Experten werden durch Lesen das Gehirn, das Sprachvermögen und die Empathie trainiert.



„Lesen lernen heißt leben lernen“


heißt es auf einer Internetseite, zu der es mich neulich verschlagen hat. Und ja. Ich finde lesen lernen heißt leben lernen. Ohne das „Lesen“ fehlen uns wichtige Grundlagen. Oftmals können wir Situationen bewältigen, weil wir wissen, wie Personen in Büchern darauf reagiert haben. Aber natürlich gibt es noch einen sehr wichtigen Faktor, warum wir lesen. Irgendwo muss es doch einen Grund geben, warum sich so viele Menschen einen 800 Seiten Schmöker reinziehen, oder?

Richtig. Denn das Wichtigste kommt am Schluss:
                                  LESEN macht einfach Spaß!

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